Donnerstag, 8. Dezember 2011
+ Männer, die nicht ahnen, welch Glück sie haben, mich nicht zu kennen
Nach einem, spätestens zwei Liedern bin ich ja immer sofort bereit, ihn zu heiraten.

Durch den Hafen wehen wir,
zwei Blatt recycletes Papier.
Ja, wir werden uns wieder füllen
mit all den prächtigen Farben,
die unsere Einsamkeit umhüllen
(und all die hässlichen Narben).

Der Himmel leuchtet in Schwarz und in Blau.
Er schmückt sich mit Sternen,
so als wolle er niemals wieder Grau
und hässlich werden.
Schrei mich an, wenn du magst.
Lach mich aus, wenn du willst.

Aber ich liebe es,
wie die Erde sich dreht
und der Mond dann auf einmal
hell und einsam über uns steht.
Ich bin Freund von Klischees
und von funkelnden Sternen
und ich mag dich sehr, sehr gern.

Mit der Linie 62
nach Finkenwerder und zurück
(und weiter und immer weiter).
Dieses Lächeln steht dir prächtig.
Ich könnte mir das ewig anschauen,
und zum Glück wird es breiter und breiter.
Lach mich aus, wenn du magst.
Schrei mich an, wenn du willst.

Aber ich liebe es,
wenn sich der Schiffsmotor dreht
und der Wind uns beim Fahren
um die Ohren weht.
Ich bin Freund, Freund von Klischees
und von Elbfähren
ja und dich mag ich sehr, sehr gern.


Oder mich wenigstens zu unterwerfen, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen und seine willenlose, an den Lippen hängende Gefährtin zu werden.
Wenn man es Recht bedenkt, ist das Glück manchmal beidseits und gerecht verteilt.

[Gisbert zu Knyphausen | Ich bin ein Freund von Klischees und funkelnden Sternen]